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Unternehmen

   

Die Firmenzentrale der Stadtwerke Schwaz am östlichen Eingang der Stadt Schwaz.

Unsere Firmenzentrale

befindet sich am östlichen Ortseingang von Schwaz

ORGANISATION

Die Stadtwerke Schwaz GmbH steht zu 100 % im Eigentum der Stadtgemeinde Schwaz. Als Eigentümervertreter fungiert die Bürgermeisterin der Stadtgemeinde Schwaz. Der Eigentümer bestellt sechs Aufsichtsräte, der Betriebsrat entsendet drei Vertreter ins Aufsichtsgremium.

Die Stadtwerke Schwaz GmbH ist Dienstgeber für rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, bildet rund 20 Lehrlinge in sechs Lehrberufen aus und wird seit 2018 von Geschäftsführer DI Karl Heinz Greil geleitet. Damit zählen die Stadtwerke Schwaz  zu den größten Arbeitgebern des Bezirkes Schwaz. In der Firmenzentrale sind – abgesehen von der Stromproduktion - alle vier Geschäftsbereiche vereint: Strom Betrieb, Wasser & Wärme, Elektrotechnik, Informationstechnologie, Smart Engineering & Engineering Services.

Die Stadtwerke Schwaz verfügen über drei Tochtergesellschaften, die Schwazer Kommunalbetriebe GmbH, die SWS Immo GmbH, und das Elektroinstallationsunternehmen Elektro Rohner GmbH und sind an der Stay.Inn GmbH und der Energie West Dienstleistungs GmbH beteiligt.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Pressebereich

Zertifikat Ausgezeichneter Lehrbetrieb 2020 - 2028

AUSZEICHNUNGEN

Ausgezeichnet vom Land Tirol

Für unsere sehr gute und über Jahrzehnte gefestigte Lehrlingsausbildung, die wir mit großem Engagement umsetzen und stetig weiterentwickeln, können wir uns nun seit sechs Jahren und über die nächsten zwei Jahre hinaus über das Prädikat "Ausgezeichneter Lehrbetrieb 2020 - 2028" freuen.

Gütesiegel Betriebliche Gesundheitsförderung 2026 - 2028

BGF-Gütesiegel

Wir sind stolz auf eine Vielzahl von Errungenschaften in der Betrieblichen Gesundheitsförderung und freuen uns über das BGF-Gütesiegel, das wir nun schon seit 2023 tragen dürfen,  verlängert bis 2028.

Drohnenbild vom Kraftwerk Vomperbach Oberstufe

Anlagenübersicht

Lerne die Anlagen der Stadtwerke Schwaz besser kennen.

Zukunftsstrategie für die Energiewende

  • Wie wir das Stromnetz in Schwaz fit für die Photovoltaik machen

    Auf immer mehr Dächern in Schwaz erzeugen Photovoltaikanlagen Strom. Das ist gut für das Klima, für die regionale Wertschöpfung und für die Unabhängigkeit von Energieimporten. Es stellt unser Stromnetz aber vor eine Aufgabe, für die es ursprünglich nicht gebaut wurde. Wir investieren deshalb gezielt in Technik, die den weiteren Ausbau möglich macht - und erklären Ihnen hier, was dahintersteckt:

    Vom Einbahnverkehr zum Gegenverkehr
    Über Jahrzehnte war unser Stromnetz eine Einbahnstraße: Strom floss aus den Kraftwerken über die Umspannwerke und Trafostationen bis in Ihre Steckdose. Die Richtung war immer dieselbe, die Menge gut vorhersehbar.

    Mit jeder neuen PV-Anlage ändert sich das. An sonnigen Mittagen erzeugen die Anlagen in einem Ortsteil mehr Strom, als dort gerade verbraucht wird. Der Überschuss fließt in die entgegengesetzte Richtung zurück ins Netz. Aus der Einbahnstraße wird Gegenverkehr und dafür braucht es eine andere Verkehrsregelung.

    Die Spannung. Damit Ihre Geräte zuverlässig funktionieren, muss die Netzspannung in einem engen Bereich bleiben. Verbraucher drücken die Spannung nach unten, einspeisende Anlagen heben sie an. Je mehr Erzeugung in einem Netzabschnitt hängt, desto enger wird dieser Spielraum.

    Die Belastbarkeit. Kabel und Transformatoren können nur eine bestimmte Leistung übertragen in beide Richtungen. Gleichzeitig steigt auch der Verbrauch: Wärmepumpen und Ladestationen für Elektroautos brauchen deutlich mehr Leistung als klassische Haushaltsgeräte, und sie laufen oft zur selben Zeit.

    Das Naheliegende wäre, überall dickere Kabel zu verlegen. Das ist allerdings teuer, dauert lange und wäre für Situationen, die nur an wenigen Stunden im Jahr auftreten, unverhältnismäßig. Wir gehen deshalb einen anderen Weg ein Zusammenspiel aus gezieltem Ausbau und intelligenter Technik.

    Unsere vier Bausteine

    1. Digitale Ortsnetzstationen
    Wer sein Netz steuern will, muss zuerst wissen, was darin passiert. Wir statten unsere Trafostationen schrittweise mit Messtechnik aus, die uns Auslastung und Spannung in Echtzeit zeigt.
    Damit erkennen wir Engpässe, bevor sie zum Problem werden, planen Ausbaumaßnahmen dort, wo sie tatsächlich gebraucht werden und können Anschlussanfragen schneller und verlässlicher beantworten.

    2. Steuerbarkeit statt Absage
    Früher galt: Reicht die Netzkapazität nicht, ist ein Anschluss nicht möglich. Heute gibt es eine bessere Antwort. Neue Anlagen werden so ausgeführt, dass sie in seltenen Ausnahmesituationen kurzzeitig in ihrer Leistung begrenzt werden können.
    Der entscheidende Punkt dabei: Wo genügend Kapazität vorhanden ist, kann die volle Leistung freigegeben werden. Die Steuerbarkeit ist also nicht in erster Linie eine Einschränkung, sondern das, was den Anschluss überhaupt zügig möglich macht.

    3. Speicher als Puffer
    Strom, der mittags nicht verbraucht und nicht abtransportiert werden kann, geht heute verloren. Batteriespeicher nehmen diese Überschüsse auf und geben sie später wieder ab etwa am Abend, wenn die Sonne weg ist und der Verbrauch steigt. Wir sammeln damit derzeit Erfahrung und prüfen, an welchen Punkten im Netz sich der Einsatz am meisten lohnt.

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    Was das für Ihre PV-Anlage bedeutet?
    Mit dem neuen Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) gelten seit 2026 österreichweit einheitliche Spielregeln. Das Wichtigste im Überblick:

    Ansteuerbarkeit
    Neue Photovoltaikanlagen ab 3,68 kW netzwirksamer Leistung müssen technisch ansteuerbar ausgeführt sein. Ihr Installationsbetrieb kennt die Anforderungen und richtet das bei der Errichtung mit ein.

    Begrenzung in Ausnahmefällen
    Bei drohender Netzüberlastung kann die Einspeisung neuer Anlagen vorübergehend auf 70 Prozent der installierten Leistung begrenzt werden. In der Praxis betrifft das nur wenige Stunden im Jahr. Der Ertragsverlust liegt deutlich niedriger, als die Prozentzahl vermuten lässt, weil die volle Spitzenleistung ohnehin nur selten erreicht wird. Wo die Netzkapazität es zulässt, geben wir 100 Prozent frei.

    Der Ausbau der Photovoltaik in Schwaz wird weitergehen und wir bauen das Netz so um, dass er weitergehen kann. In den kommenden Jahren werden wir die Ausstattung unserer Trafostationen mit Messtechnik fortsetzen, weitere regelbare Transformatoren einsetzen und Speicherlösungen erproben.

    Ein Netz, das kaum jemandem auffällt, weil es einfach funktioniert: Daran arbeiten wir.

  • Die Herausforderung

    Zur weiteren Reduktion der Treibhausgasemissionen ist es unumgänglich, dass zukünftig zum Heizen vermehrt erneuerbare (CO2-neutrale) Energie zur Verfügung steht. Fossil befeuerte Heizungen mit Gas und Heizöl müssen dazu erneuert und durch CO2-neutrale Energiesysteme ersetzt werden.

    Unser Ziel

    Unsere Kunden sollen künftig die Möglichkeit haben, von uns kostengünstig und unkompliziert mit CO2-neutraler Wärme beliefert zu werden. Abhängig von den kundenspezifischen Anforderungen soll die Versorgung mittels zentraler Systeme (z.B. Fernwärme) sowie – wo das nicht sinnvoll möglich ist - dezentraler Systeme (z.B. Einzelanlagen im Contracting) ermöglicht werden.

    Unsere Strategie

    Wir werden bisher ungenutzte CO2-neutrale Energiequellen, wie zum Beispiel die Wärme des Abwassers in unserer Kläranlage, für die Nutzung neu erschließen. Anhand intelligenter Verschaltung verschiedener Energiequellen schaffen wir ein flexibles und effizientes Wärmeversorgungssystem. Dieses Konzept ermöglicht es uns, unsere Region zuverlässig und nachhaltig mit Wärme zu versorgen. Bei der Erweiterung unserer Erzeugungskapazitäten kommen nur moderne, CO2-neutrale und hocheffiziente Technologien zum Einsatz. Dieser Vorsatz dient einem umwelt- und ressourcenschonenden Handeln.

    Nähere Informationen dazu: www.waermeschwaz.at

  • Seit knapp 15 Jahren werden von den Stadtwerken Schwaz eigene PV-Anlagen und Anlagen für Dritte errichtet. Erfahrene Techniker bieten neben fundierter Planung auch Kosten und Wirtschaftlichkeitsberechnungen für den privaten und den gewerblichen Bereich an. Das Team des Geschäftsbereiches Elektrotechnik übernimmt die Montage und Inbetriebnahme der Anlagen, die als Überschuss- oder Volleinspeiser konzipiert sind.

    Seit 2022 wird Geschäftsbereich Elektrotechnik der Fokus auch auf smarten Technologien für zuhause wie PV-Anlagen und eLadestationen gelegt.

    Schwerpunkte dabei sind:

    • der großflächige Ausbau von PV-Anlagen am Firmenstandort Stadtwerke Schwaz
    • die Planung und Errichtung von privaten PV-Anlagen unter dem Slogan „sonnen.energie für mein Zuhause“
    • das Beteiligungskonzept schwaz.energiebeteiligung, das zeitlich begrenzt im Jahr 2023-25 umgesetzt wurde. Mit der PV-Anlage auf dem überdachten Mehrzweckplatz in Schwaz-Ost wurde auch all jenen Bürgerinnen und Bürgern, die kein eigenes Dach für eine PV-Anlage besitzen, der Anteil an einer PV-Großanlage ermöglicht.

    Stromkunde konnten Modulleistungen bis zu max. 2,5 kWp kaufen und beziehen somit 20 Jahre lang ihren eigenen Sonnenstrom. Pro Anteil von 0,5 kWp wird jährlich eine Energielieferung von 500 kWh auf der Stromrechnung gutgeschrieben.

    Weitere PV-Projekte mit Beteiligungsmöglichkeiten und Groß-PV-Anlagen sind in Umsetzung.

    Für die optimale Planung all dieser Anlagen erfolgt die Projektierung mittels Drohnenflug, wodurch eine auf Zentimeter genaue Messung der Dachfläche gewährleistet ist und schlussendlich der optimierte Ertrag der PV-Anlage zuverlässig prognostiziert werden kann.

Ein Bild von 1897 zeigt ein Holzrinne in der Wasser fließt neben der Wehr

125 Jahre Stromerzeugung

Die erste Wasserfassung wurde 1897 errichtet

GESCHICHTE

Gründung und Entstehung der Stadtwerke Schwaz

Das Elektrizitätswerk am Vomperbach (E.a.V.) wurde privat durch deutsche Geschäftsleute aus der Nähe von Nürnberg gegründet:  Carl Mezger aus Tischenreuth/Bayern und sein Schwager Gottlieb Zischer (Prokurist und Geschäftsführer der E.a.V. bis 1923). Am 22. September 1895 wurde der Servitutsvertrag mit Grundbesitzern am Vomperbach abgeschlossen. Der tatsächliche Bau des E-Werks erfolgte in den Jahren 1896 bis 1898.

Bei der Gründung im Jahr 1897 war das E-Werk am Vomperbach eines der ersten E-Werke in Tirol und gleichzeitig das erste E-Werk mit Drehstromtechnik in Tirol. 1897 erfolgten der Bau des E-Werks a.V. und die Gründung der Aktiengesellschaft "Elektrizitätswerk am Vomperbach AG". Die Aktien im Wert von 700.000 Kronen befanden sich zum Großteil in deutschem Besitz.

Im Spätherbst 1898 wurde der Betrieb eröffnet und am 15. Dezember 1898 fand die konstituierende Gesellschafterversammlung der Aktiengesellschaft. Ab 1898 wurde das Installationsgeschäft vom E-Werk in Eigenregie ausgeführt, zuvor von der Firma Gross & Bohrer aus Bamberg/Deutschland

Von seiner Inbetriebnahme an versorgte das neue Elektrizitätswerk nicht nur Schwaz, sondern auch Solbad Hall mit Strom. In den nächsten Jahren wurden weitere Gemeinden an der Reichsstraße - wie Pill, Weer, Kolsass, Wattens, Fritzens und Volders - an das Netz angeschlossen. Ab 1900 wurde das Versorgungsgebiet um Igls, Aldrans und Lans erweitert, 1941 allerdings an die Innsbrucker Stadtwerke abgetreten.

1908/09 erfolgte der Bau des Verwaltungsgebäudes in der Swarovskistraße: Ein qualitätsvolles Beispiel der Architektur der Jahrhundertwende (Heimatstil) mit zahlreichen baukünstlerisch wertvollen Details, z.B. Relief des Schwazer Bildhauers Ludwig Penz, das die personifizierte Elektrizität darstellt. Die Villa wurde 2005 an die Firma Tyrolit verkauft.

1923/24  erwarb die Stadt Schwaz (100 % der Aktien) das E-Werke am Vomperbach.

Die 1930er Jahre waren für das E-Werk Schwaz Krisenjahre: Es gab Strom im Überfluss und keiner wollte ihn haben. Man überlegte sich daher Werbeaktionen wie z.B. die Auslieferung des 100. Elektroherds mit Festwagen und in Begleitung der Musikkapelle. Aber alle Aktionen brachten keine Besserung der Finanzlage. Am Schluss musste die Stadt in Ausgleich treten und erhielt einen Amtsverwalter anstelle des Bürgermeisters.

1960 erfolgte der Zusammenschluss des Schwazer E-Werks mit dem Wasserwerk und dem Kanalwerk zu den Stadtwerken Schwaz.  Die mechanische Kläranlage wurde 1971 in Betrieb genommen, 1979 auf vollbiologisch ausgebaut und 1997 auf heutigen Stand erweitert. Am jetzigen Standort der Firmenzentrale (seit 2009) in der Hermine-Berghofer-Straße wurde 1972/73  der Bauhof eröffnet.

Die Stadtwerke Schwaz wurden 1998  in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit der Stadt Schwaz als 100 % Eigentümer umgewandelt.